Glossar

Sie stolpern über einen Begriff und wissen nicht, was dahintersteckt? In unserem Glossar erklären wir Ihnen die wichtigsten Wörter rund um unsere Bahnprojekte – einfach und verständlich. Was für uns Alltag ist, ist für viele neu. Hier finden Sie schnelle Hilfe, wenn Sie mal „nur Bahnhof verstehen“.

Begriffe auf der Website

Erfolgt sobald der Planfest­stellungs­beschluss vorliegt: Genaue Baupläne werden erstellt und der Ablauf der Bauarbeiten festgelegt. Danach bereiten wir die Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen vor.

Eine Bahnstromleitung ist eine spezielle Hochspannungsleitung, die Strom für den Zugverkehr liefert. 

Gestaltung von Bahnhöfen und Zügen, sodass sie für alle Menschen zugänglich sind – zum Beispiel für Menschen im Rollstuhl oder ältere Menschen, aber auch für Reisende mit schwerem Koffer oder mit Kinderwagen.

Beschreibt, wie der Güterverkehr auf der Schiene organisiert wird – also wie oft Züge fahren, wo sie halten oder rangieren und wie Güter aufgenommen, gebündelt und verteilt werden. Es legt fest, wie Infrastruktur, Personal und Fahrzeuge ineinandergreifen und bildet damit den operativen Fahrplan des Güterverkehrs.

Umrüstung von Bahnstrecken auf elektrischen Betrieb (durch den Bau von Oberleitungen für den Strom), damit Züge umweltfreundlich fahren können.

Die Planungen werden genauer und detaillierter. Wir untersuchen, wie sich das Projekt auf die Umwelt auswirkt und wie der Baugrund beschaffen ist. Die technische Planung wird konkretisiert und die Kosten werden genau berechnet. Alle wichtigen Erkenntnisse und Pläne werden in den Unterlagen für das Genehmigungsverfahren festgehalten.

Europaweit standardisiertes Zugleit- und Zugsicherungssystem. ETCS kann in verschiedenen ETCS-Leveln (Ausrüstungsstufen) verwendet werden. Das mögliche Level hängt von der signaltechnischen Infrastruktur, der vorgesehenen Geschwindigkeit und den betrieblichen Vorgaben ab.

Alle wichtigen Unterlagen werden gebündelt an das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) übergeben. Das EBA prüft, ob alles den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Betroffene können Einwände einreichen, die gemeinsam besprochen werden. Am Ende entscheidet das EBA, ob gebaut werden darf. Mit dem Planfest­stellungs­beschluss entsteht das Baurecht und der Beschluss wird veröffentlicht.

Die lokalen Gegeben­heiten werden analysiert und wir prüfen die Ziele sowie Anforderungen des Projekts. Wir klären zum Beispiel, welche technischen Voraussetzungen vorhanden sein müssen, damit die geplante Geschwindigkeit von 160 km/h gefahren werden kann. Bereits während der Grundlagenermittlung stimmen wir uns eng mit den Kommunen ab.

Zeitpunkt, ab dem eine neue Bahnstrecke oder ein modernisierter Abschnitt genutzt werden kann.

Ist ein Teil des Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen (StStG) und regelt Finanzhilfen bis 2038 – bis zu 14 Milliarden Euro für Länder und Gemeinden sowie weitere 26 Milliarden Euro für Projekte des Bundes, z.  B. Forschung, Verkehr und neue Einrichtungen. Das Gesetz gilt seit August 2020. 

Ein unterirdischer Gang, in dem wichtige Versorgungsleitungen wie Strom, Wasser, Gas oder Telekommunikation sicher verlaufen. Er erleichtert Wartungsarbeiten, weil Leitungen zugänglich bleiben.

Die Oberleitung ist das sichtbare Stromkabel über den Gleisen, aus dem die Züge während der Fahrt ihren Strom beziehen. 

Gesetzlich geregeltes Verfahren, bei dem geprüft wird, ob ein Bauprojekt wie geplant umgesetzt werden darf.

Für die Projekte hat der Bund den Auftrag zur Planung an die DB InfraGO vergeben. Die geplanten Bahnprojekte zur Elektrifizierung und Modernisierung der Eisenbahninfrastruktur im Lausitzer Revier werden vor allem über das Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen und das Investitionsgesetz Kohleregionen (InvKG) gefördert. Die Planungen für die Elektrifizierung im Projekt Dresden – Bischofswerda werden vom Freistaat Sachsen finanziert. 

Gutachten der Landes­behörde, in dem verschiedene Varianten einer möglichen Strecken­führung bewertet werden. Dafür werden Einzelgutachten erstellt und Sachverständige, Umweltverbände sowie Bürger­initiativen einbezogen. Die Ergebnisse werden öffentlich ausgelegt und meist auch online veröffentlicht.

Das Gesetz unterstützt Regionen beim Ausstieg aus der Kohleverstromung und ist am 14. August 2020 in Kraft getreten. Es schafft die Grundlage für Investitionen in Infrastruktur und neue Perspektiven.

Wandelt Strom für den Bahnbetrieb um. Während Umformerwerke mechanisch arbeiten, sind Umrichterwerke mit einer Leistungselektronik ausgestattet. Dadurch vermeiden sie Umwandlungsverluste.

Umspannwerk, das Strom für den Bahnbetrieb bereitstellt. Es wandelt Energie aus dem öffentlichen Netz oder dem (Hochspannungs-)Bahnstromnetz in die passende Spannung für Oberleitungen um.

Gleisabschnitt, der verschiedene Bahnstrecken miteinander verbindet und neue Fahrmöglichkeiten schafft.

Umfasst zum Beispiel Baugrunduntersuchungen und Vermessungen. Verschiedene Varianten für die Elektrifizierung und den Ausbau werden verglichen, grobe Zeit- und Kostenschätzungen erstellt und eine bevorzugte Variante ausgewählt. Die Ergebnisse fassen wir im Vorplanungsheft zusammen und stimmen sie mit den Behörden ab.

Bau eines zweiten Gleises, damit Züge in beide Richtungen gleichzeitig fahren können und die Kapazität steigt.