InvKG Nr. 22Arnsdorf – Kamenz –Hosena
Mehr Nahverkehr, mehr Lebensqualität
Wir wollen die Strecke Arnsdorf – Kamenz – Hosena ausbauen und elektrifizieren. Dafür unterteilen wir die Strecke in zwei Projektabschnitte. Im Südabschnitt von Arnsdorf bis Kamenz planen wir Maßnahmen für eine verbesserte Anbindung in Richtung der Landeshauptstadt Dresden. Im Nordabschnitt von Kamenz über Bernsdorf nach Hosena (Ortsteil der Stadt Senftenberg) schaffen wir die Voraussetzungen für eine Reaktivierung des Personennahverkehrs auf der Schiene. Heute liegt die Bedeutung des Abschnittes insbesondere im Güterverkehr. Nahverkehr findet nur einzeln im Zuge der Seenlandbahn von Dresden bis Senftenberg statt.
Projektziele
Wir verbessern den Nahverkehr entlang der gesamten Strecke. Die Städte und Gemeinden zwischen Arnsdorf und Kamenz werden im Halbstundentakt an die Landeshauptstadt Dresden im Personennahverkehr angebunden. Wir schaffen einen neuen Haltepunkt zwischen Bischheim-Gersdorf und Pulsnitz mit dem Namen Steina-Weißbach. Zwischen Kamenz und Hosena ermöglichen wir, dass der reguläre Nahverkehr wieder aufgenommen werden kann. Wir richten einen neuen Haltepunkt im Südkopf des Bahnhof Cunnersdorf, mit dem Namen Kamenz-Nord, ein. Das stärkt alle Kommunen entlang der Strecke als attraktiven Lebensraum und als Standorte für Arbeitsplätze.
Wir schaffen die Voraussetzung Hoyerswerda direkter an Dresden anzubinden. Die Verbindungskurve in Hosena ermöglicht es, dass zukünftig der Personennahverkehr ebenso wie der Güterverkehr von Dresden über Kamenz nach Hoyerswerda und in die Gegenrichtung (Hoyerswerda – Kamenz – Dresden) geführt werden kann.
Der Güterverkehr profitiert von modernisierten und neuen Abstellanlagen sowie einem Ausbau der Strecke für Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h. Das stärkt die Attraktivität der Industriestandorte nördlich von Kamenz.
Maßnahmen
- Elektrifizierung der Strecke Arnsdorf – Kamenz – Hosena sowie aller Hauptgleise in den Bahnhöfen
- Ausbau der Strecke Hosena – Kamenz für Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h
- Neubau von Kreuzungsbahnhöfen in Großröhrsdorf sowie Bischheim-Gersdorf
- Neubau einer Verbindungskurve in Hosena für direkte Verkehre von/nach Hoyerswerda
- Neu- und Ausbau von Verkehrsstationen entlang der Strecke sowie Umsetzung weitreichender Barrierefreiheit
- Spurplananpassungen in den Bahnhöfen sowie Neubau von Abstellanlagen im Personen- und Güterverkehr
- Ersatzneubau von Ingenieurbauwerken wie Brücken, Durchlässen und Stützwänden
- Infrastrukturelle Maßnahmen zur Absicherung des geplanten Betriebsprogramms im Nahverkehr
- Anpassung der vorhandenen Stellwerkstechnik an die Elektrifizierung
Aufwertung des Industriestandortes Kamenz
Durch die Einführung eines neuen Bedienkonzepts wird der Güterverkehr auf der Strecke deutlich effizienter und durchlassfähiger gestaltet. Damit verbessern wir die logistischen Rahmenbedingungen für die ansässigen Unternehmen erheblich und schaffen die Grundlage für einen reibungsloseren Transport von Waren und Rohstoffen.
Insbesondere die Industriestandorte nördlich von Kamenz profitieren von dieser Entwicklung: Sie gewinnen an Attraktivität für bestehende Betriebe ebenso wie für potenzielle Investoren. Die bessere Anbindung an die regionalen und überregionalen Märkte trägt dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Wirtschaftsregion langfristig zu sichern und auszubauen.

Projektstatus
Für den Südabschnitt ist der Abschluss der Vorplanung für 2027 avisiert. Es schließt sich ein Planrechtsverfahren an. Die Baudurchführung ist für die frühen 2030er-Jahre geplant.
Im Nordabschnitt befinden wir uns in der Grundlagenermittlung. Das Planrechtsverfahren startet 2029. Der Bau des Nordabschnitts schließt sich an den des Südabschnitts an.